Leitthema der DGIM 2019
Digitale Medizin – Chancen, Risiken, Perspektiven
Hauptthemen der DGIM 2019:
Mit dem zunehmenden Älterwerden der Gesellschaft werden wir immer häufiger mit Patienten konfrontiert, die typischerweise nicht nur an einer Erkrankung leiden, sondern mit einer ganzen Reihe von chronischen Krankheitsbildern belastet sind. Die Fragen die sich in diesem Zusammenhang stellen: Wie ist das optimale diagnostische und therapeutische Vorgehen? Wie geht man mit dem Problem der Polypharmazie um? Können wir bezüglich der Pharmakotherapie Prioritäten definieren?
Die Intensivmedizin hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Immer häufiger kommen aufwendige Therapieverfahren wie die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) zum Einsatz. Andererseits gibt es aber auch eine Entwicklung weg von sehr invasiven Maßnahmen, hin zu Verfahren, die Komplikationen verhindern helfen, wie z.B. die nicht invasive Beatmung. Auch stellen sich bei der immer größeren Zahl von betagten Patienten mit lebensbedrohlichen Situationen Fragen nach der Sinnhaftigkeit bestimmter Vorgehensweisen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass aus gegebenen Anlässen in letzter Zeit intensiv über die Frage diskutiert wird, wer eigentlich dazu qualifiziert ist, internistische Intensivmedizin zu betreiben.
Seltene Erkrankungen sind viel bedeutender als vielfach angenommen. Über viele seltene Erkrankungen sind nur wenige Informationen verfügbar und die vorhandenen Informationsmöglichkeiten sind vielen unbekannt. Schließlich benötigen Patienten mit seltenen Erkrankungen eine umfassende und spezialisierte Versorgung in Form von Shared-Care-Modellen und/oder der Implementierung von Spezialambulanzen und/oder Referenzzentren mit dem Ziel, die Diagnostik und Therapie der Erkrankungen zu verbessern und aufgrund der unzureichenden Evidenzlage entsprechende Forschungsaktivitäten auf den Weg zu bringen.
Unsere Medizin ist gegenwärtig sehr von der Pharmakotherapie dominiert. Daneben haben in den letzten Jahren auch aufgrund entsprechender Erfolge instrumentelle Therapieverfahren wie Stentimplantationen eine hohe Bedeutung erlangt. Als Folge davon werden nicht-medikamentöse und nicht-apparative Therapieverfahren weniger beachtet, als sie es verdienen. In einer Reihe von Studien und zwar sowohl epidemiologischen als auch krankheitsspezifischen Untersuchungen, hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität einen entscheidenden prognostischen Faktor darstellt. Vor diesem Hintergrund ist zu diskutieren, wie man die körperliche Aktivität nachhaltig steigern kann. In diesem Zusammenhang kommt insbesondere verschiedenen rehabilitativen Maßnahmen große Bedeutung zu.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in den Jahren 2009 – 2012 sechs Zentren für Gesundheitsforschung ins Leben gerufen. Diese bearbeiten wesentliche Felder in der Medizin wie Infektionskrankheiten (DZIF), Herz-Kreislauferkrankungen (DZHK), Lungenkrankheiten (DZL), Translationale Krebsforschung (DZTK), Diabetes (DZD) und Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Aktuell sind mehr als 80 Standorte mit mehr als 100 beteiligten Hochschulen, Universitätsklinika und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an diesen Zentren beteiligt. Der Kongress will den fünf Zentren mit internistischem Hintergrund eine Plattform geben, um Forschungsergebnisse, die für die praktische Medizin Bedeutung haben können, vorzustellen.
Klare horizontale Gliederung mit unterschiedlichen Programmelementen wie:
Zielpublikum des „Forum Junge Internisten“ sind Medizinstudierende und Assistenzärztinnen und -ärzte in der Weiterbildung. Neben einer praxisnahen Darstellung von Themen aus dem klinischen Alltag werden Weiterbildungsmöglichkeiten vorgestellt, wissenschaftliche Grundlagen vermittelt und Themenbereiche wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Resilienz aufgegriffen.
Ein im Programm deutlich hervorgehobener Sitzungstyp mit ausgewiesenen Rednern zu den jeweiligen Hauptthemen des Kongresses.
Hier werden die aktuellen Studienergebnisse und Leitlinien mit direktem Einfluss auf den klinischen Alltag aus den verschiedenen Schwerpunkten und Zusatzgebieten der Inneren Medizin vorgestellt.
Es werden differentialdiagnostisch interessante Fälle vorgestellt. Das Publikum wird interaktiv mit Unterstützung des TED-Systems einbezogen.
Das Symposium widmet sich einem übergeordneten Schwerpunktthema, welches interdisziplinär bzw. interprofessionell aus Sicht des jeweiligen Fachbereiches bzw. der jeweiligen Berufsgruppe beleuchtet werden soll.
State-of-the-Art-Vorträge. Ein Symposium kann sich ausschließlich einem Schwerpunktthema widmen oder auch in einem Querschnitt mehreren Themen eines übergeordneten, z. B. interdisziplinären Problems.
Pneumologische Themen werden praxisnah behandelt.
Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse. Kasuistische Beiträge sind ebenfalls erwünscht. Preise für die besten Poster werden vergeben.
Symposien zu kontrovers diskutierten Themen – jeweils mit zwei Referenten, welche die Pro- bzw. Contra-Position vertreten.
Refresher-Kurse, welche die wesentlichen Themen der verschiedenen internistischen Schwerpunkte auf dem neuesten Wissensstand abhandeln. Dieser Kurstyp soll gleichzeitig als Repetitorium der Inneren Medizin dienen. Es wird zudem einen Ordner mit Handouts zu allen Vorträgen dieser Rubrik geben, der Ärzten in Vorbereitung auf die internistische Facharztprüfung als ergänzendes Lernmaterial dienen soll.
In einem Tutorium werden aktuelle Themen praxisorientiert behandelt (interaktiv, ein bis zwei Referenten).
Wettbewerb junger Wissenschaftlerinnen / Wissenschaftler um den besten Vortrag.
In einem abwechslungsreichen, teilweise interaktiven Programm, werden verschiedene Rollen, die ein medizinischer Experte einnehmen sollte, angesprochen.
Neben alltagsrelevanten medizinischen, stehen unter anderem auch Themen wie Weiterbildungsmöglichkeiten, wissenschaftliches Basiswissen im Klinikalltag, didaktische Möglichkeiten und die Stärkung der eigenen Resilienz auf dem Programm.
Das Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit der „Arbeitsgruppe junger Internisten“ erarbeitet.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Kongressteilnahme!